Besuch des THW Ortsverband Schwabach
Beim THW Ortsverband Schwabach wurde mir über die Aufgaben und das Leistungsspektrum der ehrenamtlichen Helfer – von denen es ganze 131, davon ca. 25 Junghelfer gibt – berichtet. Das THW versteht sich als autarkes Baukastensystem, welches vor allem mit einer breiten Palette an Logistikdienstleistungen aufwarten kann. Zuletzt war das THW Schwabach bei der Hochwasserkatastrophe im Raum Deggendorf und Passau mit im Einsatz.
Ein wichtiges Anliegen, das mir entgegengebracht wurde, war die Entlastung der Ehrenamtlichen. Zurzeit werden beispielsweise die jährlichen Materialprüfungen komplett von ehrenamtlichen Helfern durchgeführt. Die festgeschriebenen Regelungen über solche Prüfungen und Wartungen haben sich in den letzten Jahren außerdem verschärft, ohne dass dies personell und finanziell ausgeglichen werden konnte. Hier erwarten sich die örtlichen THW-Vertreter mehr Hilfe vom Bund. Deutschlandweit werden ungefähr 40 Mio. Euro als notwendig erachtet. Aber es gibt auch Möglichkeiten, die Situation zu verbessern ohne zugleich mehr Geld ausgeben zu müssen, z.B. lassen sich inkompatible IT-Systeme zwischen überregionalen, hauptamtlichen Geschäftsstellen und Außenstellen der Ortsverbände durch bessere Lösungen ersetzen.
Mir ist dabei ganz wichtig, dass die Gesellschaft für den wichtigen Beitrag, den Organisationen wie das THW tagtäglich leisten, sensibilisiert wird. Immerhin geht es hier um den Zivil- und Katastrophenschutz, eine Kernaufgabe unseres Staates. Ich habe dem THW geraten, sich selbst auch stärker an die Öffentlichkeit zu wenden und sich letztlich auch als attraktiven Arbeitgeber in den sozialen Medien zu vermarkten. Selbstverständlich setze ich mich mit Blick auf die kommenden Haushaltsberatungen dafür ein, dass die Mittel für das THW im Haushalt des Bundesministeriums des Innern deutlich aufgestockt werden.
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