Am Dienstag konnte ich die Stadt Nürnberg darüber informieren, dass sich der Bund mit 750.000 Euro an der Erweiterung der Dauerausstellung im Memorium Nürnberger Prozesse beteiligt. Das sind großartige Nachrichten, weil die Erweiterung dringend notwendig ist. Den jährlich über 130.000 Besuchern im Saal 600 und der Ausstellung ist das Memorium nicht mehr gewachsen. Es freut mich, dass das Interesse daran, den Ort zu sehen, wo Recht über die Verbrechen der Nationalsozialisten gesprochen wurde, weiter zunimmt.

Zusammen mit der Kofinanzierung der Stadt Nürnberg in gleicher Höhe und den Mitteln des Freistaates für die Ertüchtigung der Räumlichkeiten macht der Bund nun den Weg frei für die Erweiterung der Ausstellung. Inhaltlich erweitert wird diese nun auch auf die Geschichte des modernen Völkerstrafrechts.

Das Bekenntnis von Staatsminister Wolfram Weimer zur dauerhaften Aufgabe, historische Orte zu stärken und mit zeitgemäßen Formen der Vermittlung gegen das Vergessen zu arbeiten, stärkt die Erinnerungsarbeit in Nürnberg. Grundlage für die Förderung ist die Gedenkstättenkonzeption des Bundes. Diese wurde inzwischen grundlegend erneuert, um aktuellen gesellschaftlichen, digitalen und politischen Herausforderungen gerecht zu werden. Neben dem Memorium hat Staatsminister Weimer vier weitere Projekte bekanntgegeben, die in diesem Zusammenhang bis 2030 mit insgesamt 6,46 Mio. Euro gefördert werden.

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