Am gestrigen Donnerstag fand in Berlin der Wohnungsbau-Tag 2026 mit zahlreichen Experten statt. Klar wurde: Der Wohnungsbau in Deutschland steht zunehmend unter Druck. Vor allem die stark gestiegenen Finanzierungskosten haben die Rahmenbedingungen für Investitionen grundlegend verändert. Seit 2020 haben sich die Finanzierungskosten etwa verfünffacht. Viele Bauvorhaben sind unter diesen Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich darstellbar und werden verschoben oder ganz aufgegeben.

Deshalb gibt es nur eine systematische Lösung: Die Baukosten müssen runter! Mit einfacheren und praxisnahen Standards. Ansätze wie das „Einfache Bauen“, wie sie etwa in Bayern verfolgt werden, sowie Konzepte wie der „Gebäudetyp E“ zeigen, dass kosteneffizienteres Bauen möglich ist, wenn auf überflüssige Anforderungen verzichtet wird.

Zugleich müssen Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigt und bürokratische Hürden reduziert werden. Auch die Förderung muss stärker auf bezahlbares Bauen und Wohnen ausgerichtet werden. Investitionen müssen dort ankommen, wo der Bedarf am größten ist.

Vieles davon ist bereits auf dem Weg, braucht aber Verstetigung. Entscheidend ist jetzt, dass die Baukosten stabilisiert und weitere Kostensteigerungen vermieden werden. Nur so wird wieder mehr gebaut.

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